
2025 I Suhrkamp I Berlin
Ein intensiver Roman über Begehren, Herkunft und Identität.
Berlin im Sommer. Zeko sucht Körper, Begegnung, Augenblick. Doch in seinem Rücken liegt das Adana der Kindheit, die staubigen Gassen, der Großvater mit Liedern auf Arabisch, der Nachbarsjunge Hassan. Der Großvater stirbt. Der Sommer bleibt. Zeko kehrt zurück oder besser: er weiß, dass er zurückkehren muss.
In den Cafés, auf den Dating-Apps, vor der Moschee bewegt sich sein Begehren wie ein Echo. Herkunft wird nicht verhandelt, sondern gelebt: durch Sprache, Ritual, Erinnerung. Adana und Berlin werden zur Schwelle, an der sich Identität spiegelt. Zeko lernt, dass Nähe nicht nur im Körper entsteht, sondern im Körpergedächtnis. Ein Roman über Liebe, die Brücken baut und Grenzen sprengt.
Wie verändert sich unser Verständnis von Zuhause, wenn wir in mehreren Räumen bleiben und doch nirgendwo ganz ankommen?
Hundesohn ist ein Debüt, das literarisch und emotional überzeugt. Ozan Zakariya Keskinkılıç schreibt mit bildhafter Klarheit, ohne Illusionen über Herkunft oder Identität. Der Roman verzichtet auf einfache Erzählmuster und bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Berlin und Adana, zwischen Begehren und Erinnerung. Sprachlich zeigt sich ein Autor, der nicht nur erzählt, sondern Musik macht mit Worten. Figuren sind nicht Schablonen, sondern Menschen, die an ihrem Begehren gemessen werden. In einer Zeit, in der Identität oft markiert wird, bietet Hundesohn einen Raum, in dem sie erlebt wird. Ein wichtiger Roman für alle, die Nähe, Sprache und Herkunft nicht auseinanderhalten wollen.
Ein Buch für wenn du zwischen Sprachen lebst und du einen Ort suchst, an dem dein Körper ruhig atmen darf.
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