2017 ISuhrkamp Verlag I Berlin


Eine provokante Analyse über Empathie und ihre verborgenen Gefahren.

Ein Begriff wie Wärme. Empathie. Und doch verbirgt sich hinter dieser Wärme ein Schatten. Fritz Breithaupt zeigt uns diesen Schatten. Mit klarer Sprache und scharfem Blick folgt er den Spuren des Mitgefühls in Bereiche, in denen es nicht Heilung bringt, sondern Verstrickung.

Er entwirrt Szenen, in denen Helfende sich selbst in andere hineinziehen, in denen Mitgefühl zur Waffe wird, in denen Empathie als Mittel zur Kontrolle dient. Seine Beispiele reichen vom politischen Diskurs über die sozialen Medien bis zur persönlichen Beziehung.

Wir erkennen: Empathie ist keine Garantie für Gutes. Manchmal ist sie ein Motor für Ausgrenzung oder Manipulation. Ein Buch, das unsere Sicht auf Mitgefühl gründlich neu justiert.

Wie ist das Verhältnis von Mitgefühl und Macht?


In Die dunklen Seiten der Empathie gelingt Fritz Breithaupt eine kraftvolle Dekonstruktion eines Begriffs, der gemeinhin positiv besetzt ist. Die Analyse ist präzise, gut strukturiert und führt uns zu den Stellen, an denen Empathie sich nicht selbst genügt. Der Autor verzichtet auf moralische Überheblichkeit und bietet einen ruhigen, aber deutlichen Text, der Reflexion verlangt. Seine Stärke liegt in der Verbindung von Alltagsbeobachtung und theoretischer Tiefe. Wer Empathie als selbstverständlich betrachtet, wird hier herausgefordert und aufgefordert, neu hinzusehen.

Ein Buch für wenn du verstehen willst, warum Mitgefühl nicht immer gut ist – und du wissen willst, wie Emotionen Macht erzeugen.


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