

Dream Count ist ein Kurztext aus der UNHCR-Anthologie Out of Silence, 2024 – über Flucht, Verlust und stille Würde
Ein geflüchteter Mann lebt in einem europäischen Zentrum. Nacht für Nacht zählt er seine Träume, die einzigen, die ihm nicht genommen wurden.
Chimamanda Ngozi Adichie schreibt ruhig und exakt über das Danach: kein Pathos, keine Erklärung, nur die stille Präsenz eines Lebens im Wartestand.
Wie fühlt sich ein Leben an, das niemand sieht?
Was bleibt von dir, wenn du alles verloren hast?
Was macht dich aus, wenn niemand dich wahrnimmt?
Dream Count ist ein leiser, kraftvoller Text, der auf wenigen Seiten mehr erzählt als viele Romane. Adichie gelingt es, Nähe zu schaffen, ohne Dramatisierung. Ihr Ton ist behutsam, die Figur bleibt konturiert und würdevoll, ohne je zur Metapher zu werden.
Der Text wirkt etwas fragmentarisch – man möchte mehr erfahren, mehr fühlen, mehr wissen. Doch vielleicht liegt gerade in dieser Lücke die Wahrheit über Entfremdung und Unsichtbarkeit. Ein stilles Stück Literatur, das nachwirkt, weil es nicht zu viel sagt.
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