

Ein verstörender Roman über Körper, Kontrolle, Begehren und den stillen Widerstand einer Frau.
Yeong-hye beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Ihr Körper verändert sich, ihre Familie zerbricht, die Sprache wird brüchig. Sie zieht sich zurück aus einer Welt, die sie nie gefragt hat.
Han Kang schreibt scharf und poetisch über Gewalt, Passivität und weibliche Selbstverweigerung.
Wie viel Kontrolle brauchst du über deinen Körper, um dich frei zu fühlen?
Die Vegetarierin ist ein leiser Roman mit enormer Wucht. Han Kang erzählt nicht, sie tastet. Ihre Sprache bleibt kühl, doch was sie beschreibt, ist intensiv: ein Körper, der sich entzieht, ein Umfeld, das eskaliert, ein Widerstand, der ohne Worte auskommt.
Doch führt die Perspektivenstruktur zu sehr von Yeong-hye weg? Ihre eigene Stimme bleibt fast vollständig stumm. Doch gerade diese Leerstelle wird zum zentralen Spannungsraum des Romans. Wer versucht, sie zu deuten, verrät dabei oft mehr über sich selbst.
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