Eine philosophische Erkundung des Kinderwunschs zwischen Freiheit, Verantwortung und Sinn.

Ein Kind zu bekommen ist kein Zufall mehr – sondern oft eine Entscheidung. Barbara Bleisch nimmt diese Entscheidung ernst und fragt, was sie moralisch bedeutet. Sie schiebt das Pathos beiseite, ignoriert keine Zweifel, und entlarvt romantisierte Vorstellungen von Elternschaft. Stattdessen sucht sie präzise, fast chirurgisch nach der Verantwortung, die mit dem Kinderwunsch einhergeht.

Was heißt es, jemanden in die Welt zu bringen, der nie um Erlaubnis gebeten wurde? Und was heißt es, ihm gerecht zu werden?

Bleisch schafft es, komplexe ethische Gedanken zugänglich zu machen – ohne zu vereinfachen. Ein Buch für alle, die Kinder haben, keine wollen, oder sich gerade fragen, ob sie sollten.

Ein Buch, das fordert. Und würdigt.

Warum wollen Menschen Kinder? Und was schulden Eltern den Kindern, die sie bekommen?


Bleisch gelingt ein seltenes Kunststück: Sie verbindet philosophische Tiefe mit klarer Sprache und gesellschaftlicher Relevanz.

Das Buch bleibt dabei nahbar, durchdacht und angenehm frei von Ideologie. Wer emotionale Fallhöhe oder persönliche Erfahrungsberichte sucht, wird hier nicht fündig – Kinder wollen ist ein Denkraum, kein Erfahrungsbericht. Gerade dadurch regt es an: zum Innehalten, Nachdenken und zum ehrlicheren Gespräch über Elternschaft.


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