

Want: Sexuelle Fantasien der Frauen im 21. Jahrhundert versammelt 174 anonyme Fantasien von Frauen aus der ganzen Welt. Gillian Anderson fungiert als Kuratorin. Die Texte sind roh, persönlich, manchmal verstörend. Wichtiges Thema: Wie Fantasie und Wirklichkeit sich überschneiden können, und wie viel Macht darin liegt, anonym zu sein.
Want provoziert zugleich Reflexion: Was dürfen wir uns heimlich wünschen, was bleibt ungesagt? Und wie viele Normen bestimmen unsere Sehnsüchte?
Stärken: mutige Öffnung, Vielfalt der Perspektiven, klare Stimme Andersons, die ein Tabufeld menschlich macht. Schwächen: Uneinheitlichkeit der Qualität, gelegentliche Längen, manches Gefühl, Fantasien seien „zensiert“ oder „komfortabel ausgeglichen“.
Das Buch ist mehr Essay-Sammlung als Narrativ. Anderson macht klar: Fantasien sind nicht Pflicht, aber existieren für viele Menschen. Sie zeigt, dass Begehren tiefer geht als stereotype Vorstellungen von Erotik.
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