

Ein ruhiger, pointierter Roman über Mutterschaft, Wahlfreiheit und das Recht, Nein zu sagen.
Eva arbeitet beim Fernsehen, sie liebt ihren Partner, sie ist klar in dem, was sie nicht will. Und doch trifft ihre Entscheidung gegen ein Kind auf Widerstand, Erwartungen, Irritation. Verena Keßler schreibt nüchtern, genau und unaufgeregt über ein Thema, das nie sachlich bleibt. Ein Roman über das Recht, nicht zu wollen.
Wie frei ist eine Entscheidung, wenn sie ständig verteidigt werden muss?
Eva ist ein stiller, kluger Roman über weibliche Selbstbestimmung. Keßler erzählt ohne Provokation, ohne Radikalität, aber mit genauer Beobachtung. Die Stärke liegt in der sprachlichen Zurückhaltung, die der Hauptfigur ihr Recht auf Komplexität lässt.
Die literarische Form bleibt streckenweise ein wenig zu glatt, die Ambivalenzen zu kontrolliert. Doch genau darin liegt auch die Aussage: Es braucht keinen Bruch, keine Tragödie, kein Trauma, um Nein zu sagen.
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