

Ein poetischer Roman, der die Fragen nach dem Ursprung, Verlust und der Wiederfindung der eigenen Identität erkundet. „Orbital“ kreist um die großen und kleinen Bahnen, die das Leben formen – melancholisch und tiefgründig zugleich.
Sechs Astronaut:innen auf einer Raumstation und die Gedanken, die sie auf der Erde zurücklassen: sie umkreisen die Erde sechzehnmal an einem einzigen Tag. Jede:r mit einer Geschichte, einer Erinnerung, einem Schmerz, der nicht schwerelos wird.
Harvey schenkt ihren Figuren keine Handlung, sondern Bewusstsein. Ein zarter Roman über Perspektivwechsel, Vergänglichkeit und die Frage, was uns hält.
Was würdest du sehen, wenn du deine Welt von außen betrachten könntest?
Umlaufbahnen ist ein ruhiger, dichter Roman, der auf Handlung fast vollständig verzichtet und sich ganz auf Innenwelten konzentriert. Samantha Harvey gelingt das Kunststück, Raumfahrt nicht als technisches Abenteuer zu erzählen, sondern als existenzielle Spiegelung. Die Form ist kreisend, fragmentarisch, fast meditativ.
Leser:innen, die nach Spannung oder Entwicklung suchen, könnten mit diesem Text fremdeln. Doch gerade die Reduktion ist Stärke: Das Buch wirkt wie ein langsamer Atemzug inmitten der Geräuschkulisse einer überladenen Gegenwart. Wer sich darauf einlässt, findet hier nicht weniger als ein literarisches Innehalten.
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