

Ein autobiografisch grundierter Roman über Herkunft, Abwesenheit der Mutter, Sehnsucht und Sprachverlust.
Peter Wawerzinek schreibt über sein eigenes Aufwachsen: Mutter weg, Vater unbekannt, Heim, Sprachverlust. Ein Kind ohne Halt, ein Erwachsener auf der Suche nach Bildern, Tönen, Halt in der Sprache. Rom sehen und nicht sterben ist keine klassische Erzählung, sondern ein Flirren zwischen Erinnerungsfetzen, Schmerz und Zärtlichkeit. Ein Buch über Herkunft, Überleben, Sprachsuche.
Wer bist du, wenn du deine Herkunft nicht erzählen kannst?
Rom sehen und nicht sterben ist autobiografische Literatur ohne Pathos. Wawerzinek beschreibt Verlassenwerden als Erfahrung, die sich nicht abschütteln lässt – und findet eine eigene, widerständige Sprache dafür. Fragmentarisch, suchend, manchmal taumelnd, aber nie beliebig.
Kritisch lässt sich sagen, dass der Text nicht leicht zugänglich ist. Er verweigert Struktur, verweigert Auflösung, bleibt nah an Empfindung und Lücke. Doch genau darin liegt seine Stärke: Er bildet Traumata nicht ab, sondern gibt ihnen Stimme.
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