

Ein autobiografisch basiertes Debüt über Glaube, Selbstbild, Zugehörigkeit und das Ringen um Identität als junge muslimische Frau in Deutschland.
In Essays, Erzählungen und Erinnerungsstücken erzählt Nesibe Özdemir von einer Kindheit und Jugend, die von Religion, Herkunft und gesellschaftlicher Zuschreibung geprägt sind. Es geht um das Tragen eines Kopftuchs, das Ablegen, das Wiederfinden des Glaubens – und um die vielen Fragen dazwischen. Die Sprache ist leise, genau und suchend, nie polemisch, nie abschließend. Ein Buch über muslimisches Aufwachsen, das von Widersprüchen erzählt, ohne sich aufzulösen.
Welche Version deiner Geschichte erzählst du öffentlich?
Was wir glauben, wer wir sind ist ein vielschichtiges, ruhiges Debüt über Identität, Glauben und Sichtbarkeit. Özdemir schreibt mit großer Sensibilität über die Erfahrung, ständig gelesen zu werden – als muslimisch, als Frau, als anders. Ihre Reflexionen sind politisch ohne Parole, spirituell ohne Dogma.
Manchmal scheint die literarische Form etwas uneinheitlich und schwankt zwischen Essay und autobiografischem Text. Manche Passagen wirken eher suchend als formvollendet. Doch gerade das verleiht dem Buch auch seine Stärke: Es erlaubt Zweifel, Ambivalenz und Nichtwissen.
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