Ein einsames Haus, das Meer im Hintergrund, eine Frau im Zentrum. Halbinsel ist eine stille Auseinandersetzung mit Herkunft und Verlust. Die Mutter bleibt schemenhaft, die Tochter muss sich selbst neu verorten.

Bilkaus Stil ist konzentriert, fast lakonisch. Die Reduktion auf Atmosphären und innere Bewegungen überzeugt.

Kann man Nähe nachholen, wenn der Mensch nicht mehr da ist?


Ein literarisches Erkunden der Ränder: geographisch wie biografisch. Halbinsel legt die Leerstellen in einer Mutter-Tochter-Beziehung frei und setzt sie in Beziehung zu Landschaft und Zeit.

Halbinsel überzeugt durch poetische Genauigkeit und emotionale Tiefe. Manche könnten ihn jedoch als etwas zu leise empfinden.


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