Ein namenloser Erzähler folgt dem Schatten einer verlorenen Liebe in eine geheimnisvolle, ummauerte Stadt. Was er dort findet, ist weder Traum noch Wirklichkeit, sondern etwas Dazwischen.

Murakami verwebt Erinnerung, Einsamkeit und Zeit zu einem melancholischen Puzzle über das, was bleibt, wenn man alles verloren glaubt. Eine melancholisch-mystische Reise durch Erinnerung, Verlust und Zwischenwelten


Die Stadt und ihre ungewisse Mauer ist ein typisch spätes Murakami-Buch: entrückt, melancholisch, unaufgelöst. Wer seine früheren Werke kennt, wird viele Motive wiedererkennen – das Bibliothekslabyrinth, die verlorene Liebe, die stille Einsamkeit in Parallelwelten. Der Roman wirkt wie ein Echo seiner eigenen Vergangenheit, bewusst fragmentarisch.

Manchmal verliert er sich zu sehr in Wiederholungen, sodass die Figuren eher Hüllen sind als handelnde Menschen. Aber genau darin liegt auch die Kraft: im Verschwimmen der Realität, in der Weigerung, alles aufzuschlüsseln. Dieses Buch ist kein Plot, es ist ein Zustand.


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