Die Journalistin Rika soll über eine Frau schreiben, die angeblich Männer mit Butter und Leidenschaft umgebracht hat. Was als Recherche beginnt, wird zur Obsession. Die Distanz schmilzt wie Fett in der Pfanne.

Asako Yuzuki erzählt von Appetit, Macht, Scham und der Angst vor weiblicher Unverfügbarkeit.

Ein kluger Roman über das Politische im Privaten und die Unruhe, die entsteht, wenn eine Frau sich nicht fügt.

Wie viel von dem, was wir als Wahrheit sehen, basiert auf Angst vor weiblicher Freiheit?


Butter ist vielschichtig, ungewöhnlich und elegant komponiert. Yuzuki gelingt es, aus einem scheinbar kriminalistischen Stoff ein tiefes Porträt weiblicher Widersprüche zu formen. Die Sprache bleibt ruhig, oft zurückhaltend, doch unter der Oberfläche brodelt es. Das Verhältnis von Körper, Schuld, Lust und Kontrolle wird ohne einfache Antworten verhandelt. Gerade darin liegt die Stärke des Romans.

Das Erzähltempo stockt stellenweise etwas und manche Reflexionen wiederholen sich. Wer eine klare Auflösung oder lineare Entwicklung erwartet, könnte enttäuscht werden. Doch wer bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen und Komplexität auszuhalten, wird mit einem klugen, ungewöhnlichen Roman belohnt.


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