Schlagwort: non-fiction

  • Philippa Perry: Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen

    Philippa Perry: Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen


    Ein ehrliches Buch über Eltern, Kinder und den Mut, es anders zu machen. Keine Erziehungstricks, keine Schuldzuweisungen. Nur einfühlsame Gedanken über Beziehung, Reparatur und echte Verbindung. ein psychologisch fundierter Beziehungsratgeber über Elternschaft, Bindung und emotionale Weitergabe.

    Dieses Buch räumt auf mit dem Mythos der makellosen Elternfigur. Perry zeigt: Beziehungen prägen Kinder mehr als Regeln, Empathie mehr als Konsequenz. Sie schreibt klug, liebevoll und ohne psychologischen Jargon – auch über Wut, Schuld und das Scheitern. Ein Buch, das auch heilt, was du selbst nicht bekommen hast.

    Wem solltest du heute zuhören, um dich selbst zu verstehen?


    Philippa Perrys Buch ist kein Ratgeber im klassischen Sinn. Es ist eine Einladung zur emotionalen Selbstarbeit – ohne Schuldzuweisung, aber auch ohne Ausflüchte. Mit psychotherapeutischem Hintergrund erklärt sie, warum Bindung wichtiger ist als Kontrolle, und wie Eltern eigene Muster unterbrechen können.

    Kritisch ließe sich anmerken, dass viele Beispiele aus einer privilegierten, westlich-urbanen Realität stammen. Für komplexere Familiensysteme oder marginalisierte Lebenswirklichkeiten bleibt das Buch teilweise zu allgemein. Trotzdem: Es berührt, klärt, rüttelt.


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  • Philipp Hübl: Der Untergrund des Denkens. Eine Philosophie des Unbewussten

    Philipp Hübl: Der Untergrund des Denkens. Eine Philosophie des Unbewussten


    Philipp Hübl verbindet Philosophie, Psychologie und Kognitionsforschung zu einer Theorie des Unbewussten, die nichts mit Freuds Couch zu tun hat. Es geht um automatische Prozesse, implizite Überzeugungen und die verborgene Architektur unserer Entscheidungen.

    Ein kluges, klar geschriebenes Buch über die Mechanik hinter dem freien Willen. Ein erkenntnisphilosophisches Sachbuch über automatische Prozesse, implizite Überzeugungen und das Unbewusste als Denkarchitektur Hübl schreibt präzise, zugänglich, argumentativ – ein Buch, das nicht erklärt, wie man besser denkt, sondern wie Denken wirklich funktioniert.

    Welche Wahrheit steckt in deinen ersten Impulsen?


    Der Untergrund des Denkens ist ein eleganter Brückenschlag zwischen Philosophie und empirischer Psychologie. Hübl entzaubert den Mythos der reinen Vernunft, ohne ins Irrationale zu kippen – er bleibt analytisch, klar und gut lesbar.

    Es lässt sich fragen, ob sein Vertrauen in wissenschaftliche Modelle manchmal die Komplexität innerer Prozesse unterschätzt. Die These vom berechenbaren Unbewussten ist plausibel, aber auch reduktionistisch. Dennoch: Das Buch regt an, nicht nur zu denken, sondern über das Denken zu denken.


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